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Radioaktivität

Eigenschaft bestimmter Stoffe, sich ohne äußere Einwirkung umzuwandeln und dabei eine charakteristische Strahlung auszusenden. Die Radioaktivität wurde 1896 von Becquerel am Uran entdeckt. Wenn die Stoffe, genauer gesagt die Radionuklide, in der Natur vorkommen, spricht man von natürlicher Radioaktivität; sind sie ein Produkt von Kernumwandlungen in Kernreaktoren oder Beschleunigern, so spricht man von künstlicher Radioaktivität.

Über 2.750 Radionuklide sind heute bekannt. Kennzeichnend für jedes Radionuklid ist seine Halbwertszeit, das ist die Zeit, in der sich in einer vorgegebenen Menge die Hälfte der Atomkerne umwandelt. Es sind Halbwertszeiten von mehreren Milliarden Jahren (Uran-238; noch sehr viel langlebiger ist Tellur-128 mit einer Halbwertszeit von 7,2 · 10 hoch 24 Jahren) bis zu millionstel Sekunden (Po-212) bekannt. Charakteristisch sind auch die beim Zerfall emittierte Strahlung und ihre Energie. So zerfällt Radium-226 unter Aussendung von Alphastrahlen, während lod-131 Betastrahlen emittiert.

Radioaktivität, Strahlenexposition, Strahlenwirkung (1,2 MB)