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Fukushima

Am Standort "Fukushima", 250 km nordöstlich von Tokio unmittelbar an der Pazifikküste gelegen, befindet sich die Kernkraftwerksanlage Fukushima Daiichi (Fukushima I).

Die Anlage bestand aus sechs Siedewasser- Reaktorblöcken mit einer Gesamtbruttoleistung von 4.546 MW. Das Erdbeben vom 11. März 2011 rund 130 km östlich der japanischen Insel Honshu führte zwar zur Schnellabschaltung der in Betrieb befindlichen Blöcke 1 bis 4, aber durch den vom Beben ausgelösten Tsunami fiel die elektrische Energieversorgung der Anlage einschließlich der gesamten Notstromversorgung aus. Dadurch war die auch bei einem abgeschalteten Reaktor erforderliche Kühlung der Brennelemte zur Abfuhr der durch den radioaktiven Zerfall entstehenden Nachwärme nicht mehr gewährleistet. Die Überhitzung der Brennstoffhüllrohre führte durch chemischen Reaktionen zur Wasserstoffbildung. Durch Knallgasexplosionen wurden die Gebäude von drei Reaktorblöcken zerstört.

Die insgesamt freigesetzte Aktivität wird auf ein Zehntel der bei dem Tschernobyl-Unfall freigesetzten Menge abgeschätzt. Die Bevölkerung im Umkreis von 30 km, wurde evakuiert. Durch die vorherrschende Windrichtung wurde ein wesentlicher Anteil der freigesetzten radioaktiven Stoffe auf den Pazifik verweht.

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