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Anreicherungsketten

Radioaktive Isotope eines Elementes verhalten sich chemisch wie seine nichtradioaktiven Isotope. Deshalb können sie sich ebenso wie diese in Pflanzen, Tieren und Menschen abreichern oder anreichern. Eine solche Anreicherungskette liegt z. B. beim Iod vor. Über Luft - Gras - Kuh - Milch ist eine lodanreicherung schließlich in der menschlichen Schilddrüse gegeben. Diese Anreicherungsvorgänge sind bekannt und berechenbar. Um die durch Anreicherungsketten entstehenden höheren Strahlenexpositionen in den betroffenen Organen zu vermeiden, werden die zulässigen Freisetzungswerte für solche radioaktiven Stoffe entsprechend reduziert festgesetzt. Auch durch Anreicherungseffekte dürfen die durch Gesetze und Verordnungen festgelegten Dosisgrenzwerte nicht überschritten werden.