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Abfälle, radioaktive, Klassifizierung

In der Vergangenheit wurden auch in Deutschland die radioaktiven Abfälle aufgrund ihrer Dosisleistung als
 

  • schwachradioaktiv (LAW: low active waste),
  • mittelradioaktiv (MAW: medium active waste)
  • hochradioaktiv (HAW: high active waste)

unterschieden. Diese Differenzierung gilt zur Zeit noch in vielen Ländern. Für sicherheitsanalytische Betrachtungen zur Endlagerung bringt diese Klassifizierung jedoch keinen Sinn, da in diesem Zusammenhang nicht die Dosisleistung die entscheidende Größe ist. Wichtig sind vielmehr das radioaktive Inventar und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Wärme. Diese Parameter werden für den Einlagerungsbetrieb, für die technische Auslegung zur Beherrschung von Störfällen und für die Nachbetriebsphase des Endlagers benötigt. Im genehmigten Endlager Konrad sollen aus geologischen Gründen keine wesentlichen Temperaturerhöhungen auftreten. Die Temperaturerhöhung im Wirtsgestein der Einlagerungsstrecke wurde daher auf 3 Kelvin begrenzt. Aus dieser Vorgabe ergibt sich die zulässige Wärmeleistung eines Abfallgebindes.